Font-Technik für Langnese-Happiness

Langnese, Wall’s, Algida, Eskimo, Frigo, GB Glace, Frisko, Miko, Ola …
Seit 2009 arbeite ich mit dem Grafikdesigner Benjamin Stewner zusammen in Sachen Font-Technik für Langneses handgeschriebene Corporate Schrift.

Anfangs zeichnete Benjamin jeden Buchstaben per Hand. Als das Projekt wuchs und damit auch die Anzahl der beteiligten Gestalter stieg, bat er mich, einen Font daraus zu machen, der immer noch handgemacht aussah.
Wir erstellten drei komplette Zeichensätze, die mittels OpenType zufällig vermischt werden sollten. Benjamin zeichnete drei Versionen jedes Groß- und Kleinbuchstabens – insgesamt über 800 Zeichen im Lateinischen Basiszeichensatz.

Ich erstellte ein OpenType-Feature, das die drei Sätze rotierend einsetzt. Der erste Buchstabe einer Zeile stammt aus dem Set 1, der zweite aus Set 2 usw.
Dieser Trick täuscht die handgemachte Varianz der Zeichen perfekt vor, des es kommt fast nie vor, dass ein etwas wackeliger Buchstabe zweimal gleich nebeneinander steht.

Um auch die seltene Wiederholung gleicher Formen nach dem 1-2-3-Intervall auszuschließen, gibt es einen zweiten Ersetzungsschritt im Featurecode für diese Ausnahmen.

Inzwischen besteht die Schrift aus Hebräisch, Griechisch, Latein für alle Europäischen Sprachen und diversen Langende-Symbolen.

Hier gibt’s die Schrift in Aktion: sharehappy.com.